Offene Beziehungen

Wir führen eine offene Beziehung. Das sind solche Sätze, die ich in letzter Zeit sehr oft zu hören kriege von Freunden, egal ob heterosexuell oder homosexuell.

Es lebt sich einfacher, wenn man mit dem Partner eine offene Beziehung führt. Sagt man. Aber was genau heisst das nun, eine offene Beziehung zu führen? Hat man da einfach regelmässig Sex mit unterschiedlichen Menschen, täglich und rund um die Uhr? Oder sucht man die Leute gezielt aus und hat einfach Spass zusammen?

Manchmal ist es einfacher gesagt als getan. Nicht alle sind für eine offene Beziehung gemacht. Manche denken, es sei einfach, solch eine Art von Beziehungen zu führen und doch führt es am Ende zur endgültigen Trennung, weil manche nicht mit der Eifersucht ihres Partners klar kommen.

Also, wie überwindet man solche Fehler und was sind die drei Hauptregeln für eine gesunde, offene Beziehung?

Ich habe nachgefragt und dabei sind diese drei Thesen herausgekommen.

Reden

Ich finde es wichtig, dass man auf die Wünsche des Partners eingeht und dann Kompromisse eingeht. Zuhören ist das A und O. Jeder darf seine Wünsche sich äussern, muss aber auch Wünsche oder Anforderungen des anderen berücksichtigen. Wer nicht damit umgehen kann oder sich nicht daran halten will, soll sich die Idee mit der offenen Beziehung nochmals gut überlegen Denn man kann nicht von dem Partner verlangen, dass man gewisse Dinge anders tätigt und selbst nicht daran hält. In einer Beziehung ist nehmen und geben, wie auch Vertrauen ein wichtiger Bestandteil.

Zuhören

Zuhören gehört ebenso dazu. Ein schnelles „jaja“, ein Überhören und es kann einem zum Verhängnis werden. Wichtig ist, dass man sich im Klaren ist, mit was für Risiken man spielt. Es geht schliesslich um die eigene Gesundheit und auch die Gesundheit des anderen.

Prävention

In einer offenen Beziehung ist es wichtig, dass man über den Status des jeweiligen Partners Bescheid weiss und was die Konsequenzen sind, wenn man es einmal „ohne“ tun würde. Am besten sucht man die nächste Beratungsstelle auf und lässt sich von einem Fachspezialisten beraten über die jeweiligen Themen, für die man sich interessiert oder wenn man offene Fragen hat. Man soll sich nicht schämen oder Hemmungen haben, sich zu erkundigen. Ich mache oft die Erfahrung, dass es Leute gibt, die Mühe haben, bei gewissen Themen nachzufragen, weil man sich schämt. Dabei sind das Themen, die jeden betreffen und deshalb sollte man keine Hemmungen haben.

Regeln

Mir wurde gesagt, dass Regeln wichtig seien, damit eine offene Beziehung funktioniert. Kann ich gut verstehen. Wenn jeder das tut, was er will, kann man am Ende davon ausgehen, das jemand am Ende ungewollt verletzt wird.

Friends-Zone

Regeln sind wichtig. Ein „Vielleicht oder mal schauen wie es wird“ kann nicht funktionieren.

Man sollte sich im Klaren sein, was man von seinem Partner erwartet. Punkte setzen, wo man seine Dates trifft, ob bei sich zu Hause oder wo anders. Genauso wo ob man sich mit Freunden aus dem Bekanntheitskreisen treffen soll oder lieber nicht. Ich habe mit ein paar Freunden darüber geredet, die eine offene Partnerschaft führen und besprochen, was die Tabus angehen bei der „Friends-Zone“. Einige sagen, es sei für sie kein Problem, solange man dem Partner nicht darüber Bescheid sagt. Andere finden, dass es ein absolutes Tabu ist, weil es um die Freundschaft des anderen geht.

Loyalität

Loyalität geht vor und man sollte die Wünsche des Partners respektieren, wenn dieser es nicht möchte. Wer diese Linie überschreitet, begibt sich in die Gefahr, dass man sich auf dünnem Eis bewegt und dass ungewollt eine Freundschaft zerbricht. Hinzu kommt natürlich auch noch, dass man die Gefühle des Partners verletzt. Es gibt ja „Friends with Benefits“, jedoch finde ich es wichtig, dass man dies im Voraus mit dem Partner bespricht, damit es nicht zu Unklarheiten kommt. Es ist falsch, auch wenn man es gut meint, dem Partner zuzustimmen, sich auf eine offene Partnerschaft einzulassen. Es muss für beide Parteien stimmen. Denn wenn man sich darauf einlässt, muss man sich im Klaren darüber sein, womit man es zu tun hat. Es ist ebenso wichtig, zwischen Gefühlen und Sex zu trennen. Wer das nicht kann, soll es lieber sein lassen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sich bei jeder anderen Begegnung Gefühle für jemanden entwickeln und kommt der eigene Partner zu kurz. Was keine schöne Geschichte ist.

Fazit: Redet miteinander. Macht Regeln. Nur so kann eine gesunde offene Beziehung funktionieren.

Xo Glenn

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s