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Genderfluid.

Wir befinden uns in einer Zeit wo alles ineinander fliesst. Wir sind weder Mann noch Frau. Vorbei sind die Zeiten, wo man sich nur mit einem Geschlecht identifiziert.

Ich persönlich bin kein Freunde von Labels, wie man so schön sagt. Heute gibt es zahlreiche Bezeichnungen wie non-binär, intersexuell, pansexuell, Agender, Bigender, Transgender und wie die alle auch heissen. Ich finde, man soll sich für das Geschlecht selbst entscheiden, wie man sich fühlt. Wir werden zwar alle in ein bestimmtes Geschlecht hineingeboren, aber im Endeffekt müssen wir damit leben, wie wir uns fühlen.

Ich bedaure manchmal Kinder, die von deren Eltern gezwungen werden, sich für Junge oder Mädchen entscheiden zu müssen. Schon alleine die Aussage: Jungs tragen blau und Mädchen rosa finde ich völlig übertrieben. Jungs können genau so gut rosa tragen sowie auch Mädchen blau und mit Robotern spielen. Diese Gender Roles, die man verteilt, finde ich manchmal übertrieben. Kinder sollen Kinder bleiben, egal mit was sie spielen oder anziehen wollen. Ich erinnere mich an früher, dass ich oft gefragt wurde, was meine Lieblingsfarbe sei. Das es Pink ist, war schon von voraus klar, aber ich schämte mich, was andere über mich denken würden. Daher war meine Antwort: violett. Die Begründung ist einfach: rosa und blau machen violett. So habe ich von beiden Farben etwas davon.

Aber kommen wir mal zum Punkt.

Brauchen wir diese Bezeichnungen, um allen gegenüber unser jeweiliges Geschlecht zu rechtfertigen? Ich finde, wir brauchen keine Bezeichnungen, um uns ständig aufs Neue zu outen, wen wir lieben oder wer wir sein wollen. Jeder Mensch ist auf sich selber eingestellt und hat das Recht, einfach sich selbst zu sein. So wie man sein Leben leben möchte. Ohne ständig Rücksicht auf andere zu nehmen.

Ich glaube, wer ständig Rücksicht darauf nimmt, was andere über einen denken oder sich schämt, wird nie aus seinem eigenen Schrank rauskommen und bleibt „in the Closet“. Weil man unterdrückt sein wahres Ich, nur damit man andere zufriedenstellt aber sich selbst dabei verleugnet.

Gesund ist das bestimmt nicht und was bringt das auch? Ich selber muss ehrlich gestehen, dass ich noch heute bisschen an mir selber zweifle und manchmal mich nicht so repräsentieren kann, wie ich eigentlich gesehen werden möchte. Ständig Sätze zu hören wie „Du kannst so nicht rausgehen, was würde die anderen bloss über dich denken..“, Du kannst dir solche Bilder nicht erlauben, was würde dein Chef denken …?“ oder „Disney? Wie alt bist du? 15? Werd erwachsen.“ Das sind ein paar Sätze, die jeder von uns bestimmt schon mal gehört hat. Wir werden stets verurteilt, diskriminiert, weil wir ANDERS sind. Wir sind nicht normal. Wer will schon normal sein?

Ich persönlich finde Normalsein langweilig. Mir gefallen Menschen, die sich selber als Individuum repräsentieren. Die ihre eigene Persönlichkeit haben und aus der Masse herausausstechen. Ich beneide Freunde oder generell Menschen, die anziehen, was sie wollen. Ich könnte es auch und dennoch höre ich ständig die Stimme in meinem Kopf, dass es so nicht richtig ist. Es ist ein Prozess, den ich überwinden kann aber der dennoch Zeit braucht. „Aber wir nehmen ständig Rücksicht auf dich“ – kennt ihr diesen Satz? „Wir akzeptieren dein Schwulsein und alles drum herum, was erwartest du noch von uns?“ Bei solchen Sätzen kriege ich oft Elefantenpickel.

Ich glaube, dass nicht alles nur ums Schwulsein geht. Es steckt noch viel mehr dahinter. Es ist das ganze Drumherum. Unser Leben, unsere Entscheidungen, wie wir unser Leben führen wollen und wen wir lieben.

Wir werden als Menschen geboren. Wen wir lieben oder was wir sein wollen, egal ob Mann, Frau oder dazwischen, ist allein unsere Sache und soll nicht von der Gesellschaft schubladisiert werden. Genauso sollen Kinder Kiinder bleiben und sich so anziehen oder mit Spielzeug spielen, die einem gefallen. Eltern sollten ihr Kind mit Liebe und Respekt erziehen und ermöglichen, dass alles möglich ist und vorurteilslos erziehen.

Fazit: Du bist du. Entscheide selber über dein Leben, liebe, wen du lieben willst und lass dir von keinem sagen, wer du sein sollst, nur damit du anerkennt wirst. Sei dein eigenes Ich und zeig der Welt, wer du bist.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart.

Xo Glenn

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