My Cozy Fridge: Mediterrane Muschelsuppe

Der Winter liess sich noch einmal blicken. Das schon fast weggeblühte und von zarten Frühlingsfarben übermalte Biest zeigte seine weissen Zähne. Doch statt zu lamentieren und zu frieren oder, was für einige ja noch schlimmer ist, zu einem Käsefondue zu greifen, entschieden wir uns dafür, mit einem bisschen mediterranem Geschmack aus der Küche gute Laune herzustellen: mit einer Suppe aus Miesmuscheln, Tomaten, Peperoni und weiteren Zutaten.

Der Supermarkt bietet sie den ganze Winter über an: Miesmuscheln, geputzt und für ein Binnenland in guter Qualität. Trotzdem muss man jede Muschel vor dem Kochen kontrollieren. Ist sie geschlossen oder bleibt sie zu, nachdem man sie sanft zusammengedrückt hat, ist sie gut. Alle anderen Muscheln, darunter auch kaputte, bitte wegwerfen. Die Muscheln erinnern an Frankreich-Ferien, an Sommer, an Draussensitzen. Ja ja, das kommt auch alles wieder …

Jetzt wird erstmal geschnitten. Und zwar das Gemüse in so kleine Stücke, dass sie sich auf einem Suppenlöffel neben einer Muschel platzmässig noch wohlfühlen. Zu den Tomaten kommt roter Peperoni und, falls vorhanden, auch ein ein bisschen schärferes Mitglied dieser so erscheinungsvielfältigen Familie namens Capsicum. Im Spätkauf ums Eck fanden wir dafür eine schlanke, grüne Schönheit, die sich beim Probieren als angenehm bissig erwies. Weitere schöne Mittelmeer-Duftnoten steuern ein Zweig Thymian bei, Rosmarin geht auch, und ein paar in Salz eingelegte Kapern. Wer’s mag, kann für die Suppe ein paar Knoblauchzehen mitschälen. Oder die Kräuterpalette mit einer Handvoll ganz normaler Petersilie erweitern. Und: Zwiebel geht immer.

Nun geht’s supereinfach, sunday-style weiter.

Grosse Pfanne nehmen. Etwas Olivenöl hinein. Wenn dieses warm ist, das Gemüse dazutun. Das Ganze salzen und etwas anbraten. Dann die Muscheln beigeben, einen sehr guten Schluck Weisswein und pro Person etwa zwei Deziliter Wasser dazugeben. Deckel drauf, Hitze runter, bei der Pfanne bleiben, etwas Weisswein trinken und dabei zuschauen, dass die Brühe nicht überkocht.

Wir haben die Sache etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Die Aromen waren danach perfekt verbunden. Zur Suppe gab’s einen knusprigen Bissen Baguette aus dem Ofen. Und fertig war das Sonntagsglück. Der Schnee ist dabei zwar nicht geschmolzen, aber vergessen haben wir ihn an diesem duftenden Abend sehr wohl.

En Guete 🙂

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