My cozy fridge: Grosse Garnelen und grüner Reis

Vor einigen Jahren hatte ich mal bei meinem Cousin grünen Reis. Ich erinnere mich, dass er knusprig war und mir sehr gut schmeckte. Jedesmal, wenn ich seither in einem Asia-Laden solchen Reis sah, musste ich an das schöne Abendessen in jenem Sommer denken.

Kürzlich kauften wir nun ein Päckchen von diesem Reis. Nur diesmal sollte ich ihn selbst machen. Aber wie? Mit den Suchbegriffen „grüner Reis“ stösst man im Netz auf allerlei: Reis mit Kräutern, Reis mit Spargeln und eine aus Vietnam stammende, cốm genannte Reisart, beziehungsweise Reisverarbeitung. Cốm ist demnach aus den Rispen gepresster, junger Reis, der erst getrocknet und dann gepresst wird. In der Tat ist cốm flach und flockig. In Vietnam wird cốm ganz frisch verarbeitet. Oft zu Süssspeise. Die grüne Farbe des hierzulande verkauften, nicht frischen Reises wird oft künstlich hinzugefügt, was wir nicht so toll finden.

Punkto Zubereitungsart von cốm übt sich das sonst so gesprächige Internet in erstaunlicher Zurückhaltung. Fritieren heisst es da oder dämpfen. Wir taten weder das eine noch das andere. Sondern interpretierten „fritieren“, was möglicherweise falsch aus dem Englischen to fry ins Deutsche übertragen wurde, mit anbraten, was dem Produkt zwar die Farbe nahm, ihm aber seine Knusprigkeit beliess. Der Versuch, den Reis in Salzwasser zu kochen, ergab schon noch ein, zwei Minute ein zwar geschmacklich attraktives, jedoch auch sehr breiiges Resultat. Vielleicht ist dämpfen, also den Reis, etwa in einem Sieb, kurz über heissen Wasserdampf zu halten, tatsächlich die beste Zubereitungsart. Doch da war unser Reis schon aufgebraucht.

Sicherer fühlten wir uns mit den grossen Garnelen.

In einer Bratpfanne (am geeignetsten für die nötige grosse Hitze sind solche aus Gusseisen) brieten wir separat erst ein paar Frühlingszwiebeln und anschliessend vier geschälte Garnelen an. Und zwar in einer Mischung aus Butter, Knoblauch, in Lake eingelegtem grünem Pfeffer und Salz. Für zwei gute Esser können es auch sechs Garnelen sein.

Die süsslichen Zwiebeln und das ebenso eher süsse Garnelenfleisch ergaben mit der leichten Schärfe und Säure des Pfeffers sowie der salzigen Butter eine Geschmacksmischung mit viel Pfiff.

Und auch wenn der künstlich gefärbte Reis für unser Empfinden nun nicht ganz „grün“ ist, so lag auf dem sehr einfach zubereiteten Teller doch wenigstens eine attraktive, einfache Farbkombination.

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