My Cozy Fridge: Ceviche mit Papas

Lange wusste ich nicht einmal, wie man das ausspricht: Ceviche. Dabei liest man in Zeitschriften oder auf Kochblogs immer wieder Rezepte für diese Art, Fisch kalt mit Limettensaft zu marinieren. Sagt man „Sevitsche“ oder „Tschevitsche“, oder gar „Tschevisch“? Das Wort: exotisch.

Das Gericht Ceviche jedoch ist auch hierzulande mittlerweile recht bekannt. Und köstlich ist so ein sauer frisch angemachter Fisch allemal. Ah ja: Man sagt „Sevitsche“.

In Peru ist Ceviche ein Nationalgericht. In der alten Sprache der Peruaner, Quechua, bedeutet „siwichi“ einfach „frischer Fisch“. Möglicherweise kommt das Wort daher.

Frischen Fisch jedenfalls braucht es für so ein Ceviche. Lachs geht oder ein anderer Meeresfisch. Auch Jakobsmuscheln funktionieren gut. Alles, was man roh essen kann. Wobei: Roh ist so ein Fisch als Ceviche dann gar nicht mehr. Die Säure der Limetten „kocht“ ihn gewissermassen kalt.

Und das geht ganz einfach. Den Fisch würfeln und mit Salz, ein paar Chiliringen und frischen Korianderblättern in einer Schale vermischen. Genügend Limettensaft dazugeben, so dass der Fisch darin getränkt ist. Eine rote Zwiebel in Scheiben schneiden und parat legen. Dann den Ofen vorheizen, den es allerdings für etwas ganz anderes braucht. Für ein paar Kartoffeln nämlich, mit denen sich der Fisch und der frische Saft der Limetten bestens kombinieren lässt.

Kartoffeln sind in Peru ebenfalls sehr beliebt. Lange galt Peru sogar als das Ursprungsland der Kartoffel. Sicher ist: Die ersten Ur-Knollen stammen aus den Anden. Gibt es bei uns im Supermarkt ungefähr fünf, so sind im Kartoffelland Peru gegen zweitausend Sorten bekannt in einer geschmacklichen Vielfalt bis hin zu brotartig, nussig oder wie Marroni. Eine festkochende Kartoffel sollte es für unser Ceviche jedenfalls sein. Wer will, kann vorweg auf der Website von www.bergkartoffeln.ch nach raren Sorten aus der Schweiz Ausschau halten.

Wir legen die gewaschenen, längs halbierten Kartoffeln mit Schale auf ein Salzbett in einem Blech. Schnittseite nach oben und diese ebenfalls mit etwas Salz bestreuen. Das kommt nun für etwa 30 Minuten (je nach Grösse der Kartoffeln) in den 200 Grad warmen Ofen. Währenddessen kann das Ceviche ziehen. Am besten im Kühlschrank.

PAPAS

Kartoffeln heissen in Südamerika übrigens „Papas“. Noch so ein Wort … Einfacher ist es beim „Maíz“. Abgetropft aus der Dose passt der ganz wunderbar zu Kartoffeln und Ceviche. Vor dem Anrichten noch die Zwiebeln über das Ceviche geben und fertig.

Manche vermuten übrigens, dass Ceviche als neues Trendgericht die langweiligen Sushi ablösen wird. Mag sein. Erste spezielle Cevicherias gibt es auch in der Schweiz, in Zürich oder Genf. Peruanische Restaurants sind hier noch mehr zu finden. Und ein Blick auf die peruanische Küche überhaupt lohnt sich, denn die hat noch viel mehr zu bieten als „nur“ Ceviche.

En Guete 😉

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