Gelassenheit 

Neulich war ich mit meinem Fahrrad in Basel unterwegs. Einfach so spontan fuhr ich durch die Strassen und fühlte mich pudelwohl. Keine Verpflichtungen. Kein Stress oder Druck. Die Strasse und ich. Es ist ein befreiendes Gefühl auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Einfach mal loslassen und den Tag auf sich zukommen lassen. Ohne Plan.

Wir werden täglich mit Nachrichten und Push-Meldungen auf unseren Smartphones informiert und fühlen uns dabei verpflichtet, das alles zu lesen oder zu beantworten. An diesem Tag habe ich sämtliche Meldungen auf meinem Handy auf stumm geschaltet. Diese Ruhe. Kein Pieps. Toll! Wir dürfen durchaus mal nicht erreichbar sein und uns mehr Zeit für uns nehmen. Wir sind keine Maschinen, die rund um die Uhr erreichbar sein müssen und dass ist auch gut so.

Während ich auf dem Velo über die Dreirosenbrücke fuhr und mich umsah, sah ich junge Leute, die wie besessen auf ihr Handy starrten, statt es einfach mal wegzulegen und die Aussicht über Basel zu geniessen oder sonst was anderes als den Bildschirm wahrzunehmen. Ich muss ehrlich zugeben, manchmal starre ich auch auf mein Smartphone, wenn ich unterwegs bin. Einmal war dass so intensiv, dass ich eine Freundin verpasste, die mir auf dem Velo zuwinkte und die ich erst später bemerkt hatte.

Es sind die kleinen Momente im Leben, die zählen. Das Handy ist schon nützlich, wenn man mit Leuten kommunizieren möchte. Es ist vieles schneller möglich, und die unzähligen Features sind grossartig. Aber das richtige Leben spielt draussen, ausserhalb dieser virtuellen Blase, in der wir leben.

Zum Beispiel: Freunde.

Sie werden auf Facebook hinzugefügt oder heimlich und still gelöscht. Doch sind, dass wirkliche Freunde oder zählen die nur zu deinen «Sammlungen»? Obwohl ich ungefähr 1500 Freunde habe, zählen höchstens dreissig davon zu meinen engsten Freunden, die ich nicht nur virtuell, sondern auch eben real kenne und mit denen ich den Kontakt auch regelmässig pflege.

Hundert meiner Facebook-Freunde sind Bekannte, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Und weitere davon sind Teil meiner Grossfamilie, die überall in der Welt zu Hause ist. Doch der Rest zählt eigentlich nicht zu meinen Freunden. Das sind einfach nur Leute, die man hier und dort mal sieht oder mit denen man halt im Netz den Kontakt pflegt. Wir sind nicht dazu verpflichtet, stets up-to-date zu sein.

Es gibt so vieles hier draussen, was wir im grossen World wide Web nicht erleben können, weil das Leben halt doch in der Realität stattfindet und nicht in dieser virtuellen Wunschblase.

Mein Tipp:

  • Statt das Handy ganz auszuschalten, einfach mal für eine Stunde auf Flugmodus schalten oder nur die wichtigsten Apps wie WhatsApp freischalten und alles andere aus.
  • Rausgehen, ob zu Fuss oder mit dem Fahrrad, und das Handy bewusst zuhause lassen.
  • In den Park gehen, frische Luft einatmen und dazu ein Buch lesen oder spontan Freunde treffen.

Das Leben hat so viele schöne Dinge zu bieten. Es wird niemals langweilig.
Geht raus und entdecke Neues!

Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart.

Alles Liebe x Glenn

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